Freitag, 17. Mai 2013

Levy´s Trainings Tagebuch - Epilog

Epilog: Der wahre Held

Allmählich lässt der Regen nach und das trommeln der Regentropfen, auf der Plane des Lagers, wird immer leiser. Nur dann und wann, sind noch ein paar kleine Tropfen zu hören. Die Luft ist frisch und klar, nach all dem Regen der gefallen ist. Vereinzeltes Wolfsgeheul, erklingt in der Ferne und erinnert Levy an diese Nacht in der sie mit Gajeel und Lily im Freien übernachtet hat. An jenem Abend, hatte sie sich furchtbar über ihre Situation, an der einzig und allein der Dragon Slayer Schuld hatte, aufgeregt. Jetzt wünscht sie sich nichts sehnlicher als jene Nacht von damals zurück.
Mirajane ist vor wenigen Momenten aufgewacht und ist bereits auf den Beinen. Sie, ihre beiden Geschwister und Cana sind gerade dabei die Reste des verwüsteten Lagers zusammen zu tragen und so gut wie möglich wieder aufzubauen. Elfman schafft bereits Holz für ein neues Feuer heran und Lisanna sucht die verbliebenen Lebensmittel zusammen, um ihnen allen etwas zu Essen auf den Tisch zu bringen.
Bixlow schafft die besiegten Grimoire Heart Magier, Yomazu und Kawazu beiseite und schickt sie, wie Rusty Rose, ebenfalls Flussabwärts damit sie den anderen von ihrer dunklen Gilde nicht die Richtung weisen können. Um Kain braucht man sich nicht zu kümmern, den haben sie, Lisanna und Cana in weitem Bogen davon fliegen lassen. Fried ist unterwegs, erneuert und verschärft die Runen um das Lager herum, damit sie nicht noch einmal so leicht angegriffen werden können.
Er war es auch, der sie zurück zum Lager geschickt hat. Bis vor wenigen Minuten hat Levy ihm dabei noch geholfen, die Lücken zu füllen und neue Fallen aufzustellen. Doch nach all der Aufregung und als dann endlich die Anspannung des Kampfes von ihr abfiel, hat sich die Erschöpfung in ihr bemerkbar gemacht.
Sie war Kreidebleich im Gesicht und ein zittern lag in ihrer Schrift, dass sie die meisten Zeichen nur verwackelt zustande gebracht hatte. So hatte er sie, auch wenn sie erst dagegen protestiert hatte, zurück geschickt damit sie sich endlich ausruhte und erholte.
Mit weichen Knien hatte sich Levy zurück zum Lager begeben und wäre ohne Canas Hilfe, die ihren Zustand als erste bemerkt hatte, nicht auf einem der Feldbetten zu liegen gekommen. Es drehte sich mit einem mal alles und ihr wurde ganz kurz schwarz vor Augen. Nur wenige Momente später, lag sie mit einem kühlenden Tuch auf der Stirn zwischen Gajeel und Evergreen, die Beide noch tief und fest schliefen.
Eine ganze Weile bleibt Levy regungslos liegen und lauscht mit geschlossenen Augen den immer rarer werdenden Regentropfen auf der Plane des Lagers. Ihr Atem geht ruhig und flach, das Schwindelgefühl ist weg und so langsam spürt sie erst so richtig wie die Müdigkeit nach ihr greift und sie einzunehmen versucht. Jetzt, in diesem Ruhestand, wird sie sich auch all ihrer Verletzungen und Schmerzen bewusst. Sämtliche Gelenke und Glieder tun ihr weh. Es ist so viel, in den letzten Stunden passiert. So manches gelingt ihr erst jetzt wirklich zu realisieren.
Genau wie die Tatsache, dass sie Gajeel ganz alleine hierher ins Lager gebracht hat. Er ist so schwer wie er aussieht und er wurde gleich doppelt so schwer, als er das Bewusstsein verlor. Jetzt im Nachhinein, hat sie keine Ahnung wie sie das überhaupt geschafft hat. Vermutlich war ihre Verzweiflung und ihre Angst, wieder auf Magier von Grimoire Heart zu treffen, oder dass er an seinen schlimmen Verletzungen sterben könnte, so groß, dass sie in dem Moment ungeahnte Kräfte entwickelt hat um das zu schaffen.
Ein dicker Klos bildet sich in ihrem Hals, als sie sich daran erinnert dass sie das Lager mit ihrer letzten Kraft und gerade Mal so erreicht hat, bevor Lisanna ihr schon entgegen gelaufen war und ihr geholfen hat, Gajeel zum Feldbett zu bringen. Ein zittern geht durch ihren Körper, als sie sich daran erinnert, wie sie gemeinsam seine Wunden besahen und verarzteten. Da war so viel Blut und so wie seine Wunden aussahen, stand es zu Anfang ziemlich schlecht um ihn. Die Angst, dass er nie wieder seine Augen öffnen würde, war so groß dass ihr die Tränen kamen.
Gajeel hat sich als ihr Partner angeboten, für die Prüfung…. aber nicht damit er hier sterben sollte. Sein Zustand ist im Moment stabil und er scheint sich gebessert zu haben. Levy konnte es kaum ertragen, ihn da so liegen zu sehen. Ohne jede Regung nur ab und zu ein leises ächzen, das aus seiner Kehle drang und dieses schmerzverzerrte Gesicht. Jetzt liegt er ruhig da und scheint fast entspannt. Er macht einen geradezu friedlichen Eindruck auf sie.
Levy setzt sich mühsam auf und studiert lange und ausgiebig sein Gesicht. „Hoffentlich bleibt da keine Narbe…“, denkt sie sich im Geheimen, während sich ihr Blick an dem Kratzer auf seiner rechten Wange fest saugt. Wieder wandert ihr Blick über seinen Körper. Über all die Verbände und die unzähligen Kratzer die sie nicht verbunden hatten.
Die Kälte kriecht an ihr empor und Levy beginnt wieder leicht zu zittern. Sie versucht die aufkommenden Tränen tapfer hinunter zu schlucken. Denn wer weiß? Wenn sie nicht so kindisch auf seine Worte reagiert hätte, ihn nicht mit ihrer Tasche geschlagen und anschließend davongelaufen wäre… sie wäre den beiden Magiern von Grimoire Heart vielleicht nie in die Arme gelaufen. Sie hätten nie gegen sie kämpfen müssen und Gajeel wäre nie so schwer verletzt worden.
„Es tut mir leid…“, formen ihre Lippen, während sie ihm eine wirre Haarsträhne aus der Stirn streicht. Um ein weiteres mal, muss sie erkennen dass Gajeel Recht behält. Sie sollte wirklich größer und stärker werden… denn sie ist klein und schwach. Wenn sie stärker wäre, hätte sie ihm besser beistehen können. Wenn sie doch nur so wäre wie Erza… oder Mira… oder Juvia… oder alle anderen. Sie wäre kein nutzloser Klotz am Bein gewesen, den er wegschicken musste.
Zu gerne, wäre sie an seiner Seite geblieben. Aber sie hat auch gewusst, dass es so am klügsten war. Sie hätte ihm nur im Weg gestanden… er hätte nicht frei kämpfen können. Sie weiß doch, dass er sie beschützt hätte, egal welchen Schaden er dabei davongetragen hätte. Er hat ihr die Flucht ermöglicht, damit sie in Sicherheit ist.
Seine Worte „Mit den Beiden werde ich locker allein fertig!“, hat sie ihm nicht geglaubt. Er hat zwar selbstsicher und zuversichtlich geklungen… aber sie hat, genauso wie er, gewusst dass er alleine keine Chance gegen die Beiden hat. Gajeel hätte sich für sie geopfert. Damit sie entkommen und die anderen warnen kann. Wenn sie nicht so schwach wäre, wäre er nie so schwer verletzt worden!
Levy zittert am ganzen Leib, als sie ihre Beine anzieht und ihre Hand von Gajeels Stirn, über die sie bis jetzt gestreichelt hat, nimmt. Sie zieht die Decke etwas fester an sich, schlingt ihre Arme um ihre angezogenen Knie und vergräbt ihr Gesicht in der entstandenen Armmulde. Ein leises schluchzen entkommt ihrer Kehle und dabei versucht sie so es zu unterdrücken. Unwirsch wischt sie sich mit dem Handrücken über die Augen, als die Tränen nicht aufhören wollen ihre Wangen zu benetzen.
„Hör nicht auf…“, es ist nur ein Hauch auf seinen trockenen Lippen und doch ist es laut genug, dass Levy seine Worte hören kann. Levy stutzt und hebt ruckartig ihren Kopf an um ihn zu sehen. Er liegt einfach da und hat die Augen geschlossen. „Du… du bist wach?! Wie… lange schon?“, Levys Stimme ist leise und doch überschlägt sie sich fast vor Freude endlich wieder seine Stimme zu hören. „Keine Ahnung…“, antwortet er ebenso leise wie zuvor. Und er kann es wirklich nicht sagen. Auf einmal waren da nur diese sachte Berührung und der Geruch von Salz, in dieser frischen Luft. „Mach…weiter…“, fordert er sie anschließend auf, mit den Streicheleinheiten weiter zu machen. Ein zucken geht durch Levys Körper und ihre Wangen färben sich dunkler, ehe sie ihre Tätigkeit ihm über die Stirn und die Schläfen zu streicheln wieder aufnimmt.
„Bist du in Ordnung?“, ist da wieder Gajeels müde Stimme. „Ja…“, schnieft Levy ihm zur Antwort und ein leises Schluchzen entkommt ihr ungewollt. „Wo ist Lily?“, will er als nächstes wissen. „Ihm geht es gut… er ist mit den anderen unterwegs…“, antwortet Levy, die schwer schluckt und versucht ihre Tränen zu unterdrücken. „Wie fühlt du dich?“, fragt sie ihn und ihre Stimme zittert, genauso wie ihre Finger an seiner Stirn.
„Als hätte mich… ein Zug überrollt…“, kommt es von Gajeel mit rauer Stimme, ehe er seine Augen nur einen Spalt weit öffnet und in Levys Richtung linst. „Was ist los?“, fragt er sie nach dem Grund ihrer Tränen. Dabei gleitet sein Blick musternd über ihren Körper. Sie ist nicht schlimm verletzt, nur Kratzer und Schürfwunden, aber ihre Tränen gefallen ihm gar nicht.
„Tut mir leid… ich… ich war dir keine große Hilfe…“, beginnt Levy mit zitternder und leiser Stimme. Sie nimmt ihre Hand wieder von seiner Stirn und wischt sich energisch die Tränen ab. „Wäre ich stärker… hättest du nicht alles alleine machen müssen… du… hast mich gerettet…“, kommt es von ihr aufgelöst und Gajeel entweicht ein leises „Tz…“ darauf.
„Blödsinn…“, begehrt der Dragon Slayer, in wie weit er in seinem Zustand dazu fähig ist, auf und sein Blick funkelt zu ihr nach oben. Ein leises ächzen, quält sich zwischen seine zusammengebissenen Zähne, als er seinen Arm aus der Decke zieht und mit großer Anstrengung anhebt. „Du… warst großartig!“, kommt es von ihm überzeugt, während er ihr mit dem Finger gegen die Stirn tippt. „Ich wusste doch… dass du es drauf hast… und eigentlich bin ja ich da um dir beizustehen… nicht umgekehrt…“, erklärt er keuchend und lässt seinen Arm kraftlos sinken. „Ich denke… ich hab meinen Job gemacht… oder?“, hakt er dann nach und Levy nickt nur darauf.
Sie kann ein weiteres schluchzen und schniefen nicht verhindern. Sie ist so froh wieder mit ihm zu sprechen und seine Stimme zu hören. „Hey… jetzt hör auf zu heulen…“, ist da wieder seine tiefe Stimme, die so leise und so müde und ungewohnt sanft klingt. „Du weißt doch… ich bin schlecht in dem ganzen Kram…“, quält Gajeel ein Lächeln auf seine Lippen, ehe er erneut und unter leichter Anstrengung seinen Arm hebt. Die Berührung seines Fingerrückens an ihrer Wange, als er ihr die Tränen abwischt, ist so sanft und flüchtig, als hätte sie nie statt gefunden. Levy schießt die Hitze in die Wangen, ehe sie ihn über das ganze Gesicht anlächelt und ihren Tränen noch einmal freien lauf lässt, ehe sie allmählich versiegen.
„Hey…wie ist die Lage? Ist die Prüfung vorbei?“, erkundigt sich Gajeel nach wenigen Minuten in denen sie Beide stumm verblieben waren. „Sie wurde unterbrochen… keiner weiß wie es damit weiter geht, aber das ist im Moment unwichtig…“, beginnt Levy mit immer noch stockender Stimme zu sprechen und erzählt ihm von den ganzen Ereignissen, seitdem sie gegen Yomazu und Kawazu gekämpft haben.
Sie erzählt ihm davon, dass ihr Lager erst vor kurzem angegriffen wurde und Gajeel meint sich an einen ziemlichen Lärm und lautes Kampfgeschrei zu erinnern, das er im Schlaf gehört hat. Aber er war unfähig sich zu rühren oder auch nur im Ansatz aufzuwachen. Die meiste Zeit war einfach alles nur schwarz und dunkel um ihn herum. Ab und zu hat er Stimmen vernommen, oft die von Levy. Berührungen gespürt und auch Schmerzen. Aber nichts von all den Empfindungen hat ihn dazu gebracht aufzuwachen.
Als Levy ihm davon erzählt dass Natsus Team und Lily zum Hauptquartier von Grimoire Heart aufgebrochen sind, entkommt Gajeel ein abfälliges Schnauben. „Ist wieder typisch Salamander… er spielt wieder mal den Helden…“, seine Worte klingen verärgert. Levy weiß, er wäre zu gerne an vorderster Front dabei um seine Kraft zu demonstrieren. Das einsichtige Grinsen in seinem Gesicht irritiert sie ein wenig, lässt sie aber lächeln. „Was bleibt ihm denn anderes übrig? Der andere Held… ist doch schwer verletzt…“, kommentiert sie lächelnd aber zugleich wehmütig. Immerhin trägt sie, ihrer Meinung nach, die Schuld an seinem Zustand.
Gajeels Blick weitet sich auf ihr, während er sie genau mustert und sachte lächelt. So wie sie jetzt neben ihm sitzt, wirkt sie noch kleiner und zerbrechlicher als sie ist. Denn sie ist nicht klein und zerbrechlich… sie ist ganz schön stark und sie weiß scheinbar genau im Richtigen Moment das Richtige zu tun.
Es ist für ihn unglaublich, dass sie ihn ganz allein zurück zum Lager geschleppt hat. Gajeel hat so lange wie möglich versucht durchzuhalten um ihr keine so große Last zu sein. Die Ohnmacht kam allerdings zu schnell und er war machtlos dagegen. Mindestens einmal, hat er sie aufgefordert ihn einfach wo abzusetzen und jemanden vom Lager zu Hilfe zu holen. Aber ums Verrecken hat sie es nicht gemacht und sich alleine mit ihm weiter geschunden. Sie ist es, die ihn gerettet hat… nicht umgekehrt.
Im Grunde, hat er sich gegen Yomazu und Kawazu gleich Null Chancen ausgerechnet, als er sie weg geschickt hat um die Anderen zu warnen. Er hat nur gehofft, lange genug durchzuhalten, bis sie weit genug entfernt war, dass sie nicht wieder von ihnen eingeholt und erledigt werden würde. So lange wollte er durchhalten. Bis er ihre Schritte nicht mehr hören, ihren Duft nicht mehr riechen und ihre Anwesenheit nicht mehr spüren konnte. Nur so lange bis sie in Sicherheit war, mehr hat er sich nicht erhofft und mehr hätte er nicht verlangt.
Als sie ihm dann das Stück Eisen da gelassen hat, hat sich seine Meinung geändert.
Seitdem er das erste Mal an diesem 100%tig reinem Eisen geleckt hatte, wollte er nichts mehr als ein Stück davon kosten. Es roch dazu so deutlich nach Levy, dass er es schade fand dass er es nicht besser genießen konnte. Und das Herz im „O“, konnte bloß eine Verzierung von ihr sein, wie sie es oft machte. Obwohl sie in dem Moment keine Zeit hätte sich etwas zur Verschönerung ihrer Worte einfallen zu lassen, daher war es wohl ein Zeichen. Ein Zeichen für ihn, über ihre Gefühle zu ihm und genau davor hatte er sich die letzten Tage schon gefürchtet. Dass sie ähnlich fühlt wie er… denn er darf nicht so fühlen.
Und er darf hier nicht sterben. Auf keinen Fall! Vor allem nicht, nachdem er ihr Eisen gegessen und ihre Magie als Geschenk erhalten hat. Und auch nicht, weil sie ihn darum gebeten hatte. „Bitte stirb nicht!“, hatte sie gerufen, als sie davon lief und er hat ihr mit einem schlichten „Ja“, geantwortet, das sie bestimmt nicht mehr gehört hatte. Mit ihrem Eisen und den Worten die sie vor wenigen Tagen an ihn gerichtet hatte: „Du bist ein Magier von Fairy Tail!“, die in dem Moment wieder so deutlich an sein Gehör drangen, als hätte sie es soeben gesagt, durfte er nicht einfach so aufgeben. Er durfte sich nicht mehr erlauben zu verlieren. So hat er getan was er konnte… mit der Kraft und Magie, die Levy ihm da gelassen hat.
Nein, nicht er ist hier der Held… sie ist es…
„Soll ich dir was verraten?“, fragt er sie aus dem Nichts, während ein leichtes Lächeln um seine Lippen spielt. Levy schaut fragend und erwartungsvoll auf, wendet sich ihm zu, als ein leises Ächzen von seiner Seite erklingt und er erneut seinen Arm anhebt. Ein leichtes zucken geht durch Levys Körper, als seine Finger sich eine ihrer blauen Strähnen angeln und damit zu spielen beginnen.
„Ohne dein Eisen… hätte ich es nicht geschafft…“, erklärt Gajeel aus dem Impuls heraus dass er es sie einfach wissen lassen muss. Ohne sie… wäre er verloren gewesen. Levy starrt ihn mit neuen Tränen in den Augen und geröteten Wangen an. Ihre Unterlippe beginnt zu beben,  immer mehr Tränen sammeln sich in ihren Augen und rollen in dicken Tropfen ihre Wangen hinunter.
„G… Gajeel…“, ihre Stimme ist leise und brüchig. „Ich… ich hatte solche Angst um dich…“, schluchzt Levy diesmal ungehalten und verbirgt ihr Gesicht hinter ihren Händen. Gajeel ist zu keinen Worten fähig und da ist es wieder… dieses Gefühl. Es fühlt sich gut an… und warm.
Noch nie hatte jemand Angst um ihn gehabt, oder sich auch nur Sorgen um ihn gemacht. Noch nie, hatte jemand um ihn geweint… Der salzige Geruch von Levys Tränen steigt ihm wieder in die Nase.
Unmittelbar nach seinem Kampf gegen Yomazu und Kawazu, als er Levys Schritte vernommen hat und sie gleich darauf neben ihm in die Knie fiel, hatte er den Geruch auch in der Nase. Ihre Stimme klang so besorgt und noch mehr verzweifelt, als sie seinen Namen rief. Sie hat bereits dort Tränen um ihn vergossen und er hat nur versucht sie mit einer coolen Ansage zu beruhigen.
Gajeel verkneift sich einen schmerzenslaut und beißt die Zähne zusammen, als er seinen Arm nach ihr ausstreckt. „Hey…“, spricht er sie unter deutlichen Schmerzen an, während sich seine Hand auf ihren Kopf legt. „Hab ich nicht gesagt… du sollst aufhören zu heulen?“, hängt er seinen Worten an und wuschelt kurz aber sanft ihr Haar.
Levy schaut aus verweinten Augen zu ihm und im nächsten Moment lässt sie sich einfach an seine Seite fallen, krallt ihre Finger in die Fetzen seiner Kleidung und beginnt ungehalten zu weinen. „Oh Mann…“, seufzt Gajeel kaum hörbar und streicht ihr durch das weiche Haar. Wenn diese Sache hier durch gestanden ist, muss er seinen Entschluss, Abstand zwischen sie Beide zu bringen, scheinbar nochmals überdenken.
Levy stutzt kurz bei der Berührung und verfällt anschließend einem wahren Weinkrampf, während sie sich etwas dichter an ihn drängt und ihr Gesicht an seinem Körper vergräbt. Während sie sich einfach nur an seiner Seite ausweint und Gajeel sie gewähren lässt, fasst sie einen Entschluss. Sobald die ganze Sache hier vorbei ist und sie alle wieder zurück in der Gilde sind, wird sie ihm ihre Gefühle gestehen! Komme was wolle!

Zu diesem Zeitpunkt ahnt keiner von ihnen, dass sie vielleicht nie wieder nach Magnolia zurückkehren werden…


Ende

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Oh Mann…. das ist verrückt… *uff* Ich kann mich nicht erinnern dass ich mich jemals (auch nicht in meiner weit zurückliegenden Anfangszeit als FF-Schreiberin) so mit einer FF geplagt hab wie mit dieser! (oder besser gesagt, mit gewissen Szenen) Gut, mir kamen da auch die ein oder anderen persönlichen Angelegenheiten dazwischen und es kam oft vor, dass ich eine ganze Szene (die meistens einige Seiten umfasste) immer mal neu geschrieben hab, weil ich nicht damit zufrieden war… Aber mal ehrlich: Vier Monate schreiben… an der FF?? Mir erscheint es wie eine Ewigkeit… oder es kommt mir nur so vor weil ich zwischendurch schon mal tierisch davon genervt war… aber aufgeben tu ich ja nicht, also plage ich mich so lange bis ich damit fertig bin…. aiaiai… ich kann nur sagen: Ich bin so was von froh dass diese FF nun beendet ist! Ich könnte heulen vor Glück! *durchatme* Mh… aber so ganz 100% zufrieden…bin ich mit der FF leider nicht… aber das bin ich ja ohnehin hin nie.*drop* Ich befürchte allerdings auch, dass ich so manchen Charakter hier und da mal ziemlich OoC erwischt habe, was ich eigentlich vermeiden wollte… *heul* Na ja… sagen wir halt mal: „Was wäre wenn doch…“ oder „es könnte ja doch so sein…“ ^-^`
Ich hoffe jedenfalls, euch hat sie ein bisschen gefallen? Leider ist sie zu allen Mängeln die ich oben schon genannt hab, wieder mal schmalziger geworden als ich vorhatte… es ist aber auch wie verhext! Bei manchen Szenen beiße ich mir fast die Zähne aus, andere wiederum schreiben sich von selbst und das artet bei mir meistens darin aus, das sie vor lauter Schmalz und Schnulz nur so triefen… *drop* Na ja… ich schreib sie bestimmt nicht neu! *aaaahhhh*
Wie dem auch sei…. Ich grüße euch herzlich, vielen Dank dass ihr sie gelesen habt und dann mal bis zur nächsten FF (denn ich hab noch die ein oder andere Idee zu den Beiden)*gihi*!
Eure Rave!

Kommentare:

  1. Die FF war sowas von süüüüüß!!! Ich kann das noch gar nicht in Worte fassen, doch wiklich großes Lob an dich! Wie du abwechselnd Levys und Gajeels Gefühle beschrieben hast. Diese süßen peinlichen Momente (Als sie in die Falle getappt sind und Gajeel und Levy sich dann in der Höhle nur in die Augen gesehen hat und Gajeel dann erst bemerkt, dass er ihr die ganze Zeit an die Brust greift :D) Auch einfach die anderen Charaktere die Gajeel ärgern und auf Levy aufpassen wollen! Einfach nur toll. Die FanFiction hab ich nicht zum letzten Mal gelesen!

    Liebe Grüße
    Ich ^^

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    1. Hallo "Ich" und vielen Dank das du meine FF gelesen hast. ^-^ Ich freue mich zu hören/lesen das sie so bei den Lesern ankommt wie ich erhofft habe. Auch das ich diese gewissen Moment passend beschrieben und die anderen Charakter gut eingebracht habe.
      Vielen Dank und vielleicht liest man sich ja in einer anderen FF von mir wieder. ^-^
      Lg, Rave

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  2. Einfach nur genial ^^ mehr muss man gar net sagen ;) *-*

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